KRANKHEITSBILDER – Nerven


DM / degenerative Myelopathie beim Hund

Langsam fortschreitende, neurologische Erkrankung.
Es kommt zu einer Zerstörung des Myelins (Nervenhülle) im Rückenmark in der Höhe der Brust-und Lendenwirbel. Die Erkrankung führt zu Bewegungsstörungen – betroffene Hunde entwickeln allmählich unkoordinierte Bewegungen der Hinterhand, haben eine gestörte Eigenwahrnehmung und gestörte Reflexe.
Wenn die Erkrankung weiter fortschreitet, weitet sie sich auf die vorderen Gliedmaßen aus und führt zur Lähmung.
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Epilepsie / Nervenerkrankung die Krämpfe verursacht beim Hund

Die Epilepsie bei Hunden ist eine Erkrankung, bei der die Nervenzellen im Gehirn übermäßig erregt sind und sie dadurch krampfen.
Bei der primären Form der Epilepsie handelt es sich um eine Erbkrankheit, die bei bestimmten Rassen wie dem Golden Retriever, Labrador Retriever, Collie und Beagle vorkommt. Die Nervenzellen sind leichter erregbar, was schließlich zu den Krämpfen führt.
Bei einer sekundären Form der Epilepsie bei Hunden ist eine andere Grunderkrankung für die epileptischen Krämpfe verantwortlich, beispielsweise können Erkrankungen der inneren Organe, wie Nieren- oder Leberstörungen oder Probleme mit dem Herz-Kreislauf-System auslösen.
Bei jungen Hunden kann eine sogenannte Missbildung der Lebergefäße vorliegen, in der Fachsprache Shunt genannt. Die Giftstoffe werden nicht ausreichend aus dem Körper gefiltert, reichern sich im Gehirn an und führen schließlich zu Krämpfen.
Infektionskrankheiten und Vergiftungen können die gleichen Symptome auslösen, das gleiche gilt auch für Störungen im Salz- und Wasserhaushalt des Hundes. Krämpfe lösen auch Erkrankungen des Gehirns aus, wobei weitere mögliche Ursachen für Epilepsie bei Hunden Missbildungen, Verletzungen, Entzündungen oder Tumore sind.
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Episodischen Kopftremor / Head Bobbing beim Hund

Das Zittern, Schütteln bzw. Wackeln am Kopf des Hundes kommt ohne Vorwarnung. Und der Anfall sieht gefährlich aus.
Der Hund schüttelt den Kopf ähnlich einer Parkinson-Erkrankung, mit dem Unterschied, dass keine anderen Körperteile betroffen sind. Hinter diesem Symptom können sich jederzeit auch neurologische Erkrankungen, Tumoren, Entzündungen oder auch toxische Ursachen verbergen.
Den episodischen Kopftremor, auch „Head Bobbing“ genannt, kann bisher durch keine Diagnostik nachgewiesen werden. Es handelt sich deshalb bei der Feststellung um ein reines Ausschlussverfahren der oben genannten Möglichkeiten.
Untersuchungen scheinen aber zu bestätigen, dass Geburten, Krankheiten, ein schlechtes Allgemeinbefinden, Narkosen und Operationen begünstigend wirken. Auch genetische Ursachen kommen wohl in Betracht.
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Ischialgie / Entzündung des Ischias-Nervs beim Hund

Die häufigste Ursache für eine Ischialgie sind Bandscheibenvorfälle im Bereich der unteren Lendenwirbelsäule.
Das vorgefallene Gewebe der Bandscheibe führt zu einer Irritation der in diesem Bereich abgehenden Nervenwurzeln, die man auch als Radikulopathie bezeichnet. Sie kann auf mechanischem Weg (durch Kompression des Nervs) oder durch die Weiterleitung der Entzündung des Bandscheibengewebes entstehen.
Die Reizung des Ischias-Nervs äußert sich als Schmerz, der in seinen Versorgungsbereich – hier in das Bein – projiziert wird. Die Schmerzweiterleitung folgt dem Verlauf des Nervus ischiadicus (Ischias-Nerv) vom Hintern über den rückseitigen Oberschenkel und den Unterschenkel bis in den Fuß.
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Neuralgie / Nervenentzündung beim Hund

Akute und/oder chronische, schmerzhafte Reizung und Entzündung von Nerven, die häufig im Rückenbereich vorkommt und sich in Bewegungsunlust, einem hochgezogenem Rücken und Steifigkeit äußern kann; betrifft vor allem ältere Hunde.
Ursachen können sein:
Einengung von Nerven an ihren Austrittsstellen aus dem Rückenmark bei degenerativen Erkrankungen der Wirbelsäule (Arthrosen) mit Knochenzubildungen; Gewalteinwirkung, Unfälle und Muskelentzündungen.
Betroffene Hunde zeigen oftmals Verhaltensveränderungen, Bewegungsstörungen, Lähmungen und Rückenbeschwerden.
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Neuritis / Entzündung eines peripheren Nervs oder eines Hirnnervs beim Hund

Bei einer Neuritis (Nervenentzündung) handelt es sich um eine Entzündung einer oder mehrerer Nerven beziehungsweise Nervenwurzeln.
Abhängig vom Entzündungsausmaß kann es zu Gefühlsstörungen bis hin zu Taubheits- und Lähmungserscheinungen in verschiedenen Körperregionen kommen.
Ist bei einer Nervenentzündung ein einzelner Nerv betroffen, spricht man von einer Neuritis, bei mehreren Nerven von einer Polyneuritis.
Da die Nervenbahnen im gesamten Körper verlaufen, kann je nach Ursache, auch jeder Bereich betroffen sein. So z.B. der Gesichtsnerv, der Augennerv, der Hörnerv oder Nervenbahnen der Arme und Beine usw.
Eine Nervenentzüdung kann z.B. durch giftige Substanzen (toxischen Neuritis) hervorgerufen werden. Bei der infektiösen Neuritis sind Mikroorganismen (Vieren, Bakterien, Pilze) der Grund für die Entzündung.
Eine traumatische Neuritis kann beispielsweise als Folge von mechanischen Verletzungen (z.B Quetschungen) auftreten. Häufig ist eine Druckeinwirkung auf den entsprechenden Nerv verantwortlich für eine Entzündung.
Typische Beispiele sind hier der Bandscheibenvorfall bei dem ein Nerv abgedrückt wird. Seltener verursachen auch Druckeinwirkungen eines Tumors eine Nervenentzündung. Auch Stoffwechselgifte, wie sie bei einer Diabetes entstehen, aber auch Medikamente können für eine Entzündung der Nerven ursächlich sein.
Von einer traumatischen Nervenentzündung ist die Rede, wenn es sich um Verletzungen durch Unfälle oder Schnittverletzungen handelt, bei dem Nerven durchtrennt werden.
Ebenso kann aber auch eine Mangel- oder Fehlernährung eine Nervenentzündung auslösen. Hier spielt insbesondere Folsäure eine wichtige Rolle.
In einigen Fällen gibt es jedoch keine erkennbare Ursache für eine Nervenentzündung. In diesen Fällen spricht man von einer idiopathischen Neuritis. Abhängig davon, welche Nerven von der Entzündung betroffen sind, können verschiedene Symptome auftreten. Diese reichen von leichten Missempfindungen bis hin zum Ausfall ganzer Körperfunktionen. Zudem können motorische Bewegungsstörungen wie Muskelschwäche, Muskelkrämpfe, Muskelzuckungen bis hin zu Lähmungserscheinungen auftreten.
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Tic-Störung beim Hund

Zentralnervöse Störungen und Bewegungsstörungen die durch den Staupevirus verursacht werden.
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