KRANKHEITSBILDER – Magen-Darm-Trakt


Analbeutelentzündung bzw. Abszess beim Hund

Zu beiden Seiten des Anus befindet sich eine kleine Hautvertiefung, deren Innenseite mit Drüsen ausgekleidet ist, die der geruchlichen Erkennung der Hunde untereinander dienen. Der Hund entleert das Sekret der Analbeutel aber auch beim Kotabsetzen. Mitunter können diese Beutel verstopfen und entzünden, was zu Irritation und starkem Juckreiz führen kann.
Probleme mit den Analbeuteln sind sehr häufige Beschwerden von Hunden aller Alterklassen. In ihrer abgeschwächten Form verursachen sie lediglich einen Juckreiz, auf der Hund oftmals mit dem so genannten „Schlittenfahren“ reagieren. Dabei rutscht der Hund auf der Analregion herum. Oftmals beleckt oder bebeißt das Tier zusätzlich die betroffene Region. Dieses Symptom setzt meist zeitgleich mit der Verstopfung der Beutel ein und kann auch nach der Behandlung regelmäßig wiederkehren.
Vielfach sind auch die gefüllten Analbeutel als Herauswölbungen neben dem After erkennbar. Manchmal fällt dem Besitzer aber auch nur ein äußerst unangenehmer, fischiger Geruch auf, der von dem Haustier ausgeht.
Entzünden sich die Beutel, sind die Symptome noch immer die gleichen. Sie treten allerdings in stärkerer Form auf. Der Beutel ist in diesem Stadium statt des Sekrets mit Eiter gefüllt.
In fortgeschrittenen Stadien können sich Abszesse bilden. Diese brechen oftmals auf und der Eiter entleert sich. Für das Tier ist das letzte Stadium mit starken Schmerzen verbunden.
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Colitis ulcerosa / chronische Dickdarmentzündung beim Hund

Unter einer Colitis wird eine Entzündung des Dickdarms verstanden. Diese kann einen akuten oder chronischen Verlauf haben und tritt seltener auf als die Entzündung des Dünndarms.
Symptome:
– Appetit meist unverändert
– Gewichtsverlust selten; nur bei schweren Formen der Erkrankung
– Keine Kontrolle über den Kotabsatz, Kotabsatz in der Wohnung
– Häufiger Kotabsatz (3-4 Mal höher)
– Schleimbeimengung, gelegentlich mit Blut
– Unverdautes Futter fehlt
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Diarrhoe / Durchfall beim Hund

Ist bei Hunden weniger eine eigenständige Erkrankung als ein Symptom für Störungen im Magen-Darm-Bereich. Zwar entledigen sich Darm und Körper aufgrund von Durchfall häufig unkompliziert unerwünschter Stoffe – gerade auch bei jungen Hunden. Durchfall kann aber genauso Symptom von schwerwiegenden inneren Erkrankungen und von ernsthaften Vergiftungen sein.
Deshalb sollte der Hundehalter bei Durchfall stets die gesamte Situation des Hundes und begleitende Symptome im Auge behalten. Auch ist Durchfall oft mit sehr starkem Flüssigkeitsverlust verbunden, der schnell bedrohliche Ausmaße erreicht.
Durchfall (Diarrhoe) ist gekennzeichnet durch weichen, breiigen und wässerigen Kot, der auch farblich von der normalen Kotbeschaffenheit abweichen kann. Der Geruch kann im Vergleich zum normalen Kot stark verändert sein. Häufig wird Durchfall von Blutbeimengungen, Schleim und Futterresten begleitet. Kennzeichnend für Diarrhoe ist weiterhin die vermehrte Stuhlfrequenz und die auch oft auftretende Unkontrollierbarkeit des Kotabsatzes durch den Hund. Durchfall ist eines der viel deutbarsten Symptome überhaupt. Häufig tritt Durchfall auf, ohne dass eine Ursache feststellbar ist.
Man spricht dann von idiopathischer Diarrhoe. Durchfall kann von Fieber, Erbrechen, Krämpfen, Blähungen und Bauchgeräuschen sowie Schmerzen im Magen-Darm-Bereich, verringertem Appetit, Schwäche und weiteren Symptomen begleitet werden.
Auch Afterzwang – das Rutschen mit dem Hinterteil über den Boden – kann auftreten. Bei anhaltendem Durchfall über 24 Stunden droht insbesondere Welpen, Jungtieren und bereits geschwächten Hunden eine schnelle Dehydrierung und Auszehrung bei erheblichem Mineralstoffverlust.
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Mögliche Ursachen für Durchfall sind:
– Infektionen – dabei kommen Parasiten, Viren und Bakterien in Betrach
– Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse
– chronische, teilweise genetisch geprägte Erkrankungen des Darms
– chronische Darmentzündungen
– Futterunverträglichkeiten und Futtermittel-Allergien
– Futterumstellungen, die zu schnell erfolgen
– Vergiftungen
– Stress sowie nervöse Zustände wie Angst und Aufregung
– bestimmte Medikamente
– Lebererkrankungen
– Tumore
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Enteritis / Dünndarmentzündung beim Hund

Die akute Enteritis bezeichnet eine schnell ausbrechende Entzündung einzelner Abschnitte oder des gesamten Dünndarmes des Hundes. Die Enteritis tritt häufig als Gastroenteritis in Verbindung mit einer Entzündung des Magens (Gastritis) auf.
Das entscheidende Symptom der Enteritis ist der Durchfall. Je nach Ausprägung der Darmentzündung zeichnet sich der Durchfall durch einfache Konsistenzveränderungen von normalem über schwarzen oder schleimigen Kot bis hin zu frischem Blutvermengungen im Kot aus.
Daneben können wegen des Blut-, Wasser- und Elektrolytverlustes Störungen des Kreislaufsystems auftreten. Oftmals sind starke Darmgeräusche vernehmbar und teilweise verspürt der Hund Schmerzen bei Druck auf den Bauch. Erbrechen kann ebenso vorkommen.
Die häufigsten Auslöser einer akuten Enteritis sind Bakterien, Viren oder eine falsche Fütterung (insbesondere bei Jungtieren). Parasiten, Vergiftungen oder Futtermittelunverträglichkeiten können ebenso die Erkrankung verursachen.
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Gastritis / Magenschleimhautentzündung beim Hund

Die Magenschleimhaut kleidet den gesamten Magen von innen aus. Verschiedene Schutzmechanismen schützen sie gegen eine „Selbstverdauung“ durch Verdauungssäfte und Magensäure. Zu diesen Schutzmechanismen gehören z.B. eine Schleimschicht, die die Magenschleimhaut überzieht und eine hohe Selbstheilungskraft der Schleimhaut.
Zu einer Gastritis kann es aus zwei Gründen kommen:
Entweder sind die Schutzmechanismen gestört oder die angreifenden Faktoren sind so stark, dass sie den Schutzwall durchbrechen können. Durch Schäden in der Magenschleimhaut kann Magensäure in die unterhalb der Schleimhaut liegenden Gewebeschichten eindringen und dort zu starken Reizungen und Entzündungen führen.
Im Extremfall entwickelt sich ein Magengeschwür (Ulkus ventriculi) mit teilweise massivem Blutverlust. Bricht ein Magengeschwür nach außen auf, gelangt Mageninhalt in die Bauchhöhle. Es besteht dann ein lebensbedrolicher Notfall!
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Man unterscheidet zwischen akuten und chronischen Magenschleimhautentzündungen (Gastritiden):
Eine akute Gastritis ist eine nur kurzzeitig bestehende Erkrankung, bei der es meist nur zu oberflächlichen Schäden an der Schleimhaut kommt.
Eine chronische Gastritis geht dagegen mit Entzündungsvorgängen in der gesamten Magenschleimhaut einher. Häufig treten gleichzeitig auch Entzündungen in einigen oder sogar in allen Darmabschnitten auf.
Eine chronische Gastritis wird daher auch zum so genannten „Inflammatory-bowl-disease-Komplex“ (IBD) gerechnet, der durch chronische Entzündungen des gesamten Magen-Darm-Traktes gekennzeichnet ist.
Die Ursachen für Magenschleimhautentzündungen sind sehr vielfältig und nicht immer eindeutig herauszufinden. Besonders bei chronischen Magenschleimhautentzündungen findet man nicht immer den Grund.
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Folgende Faktoren verursachen häufig akute Gastritiden:
– verschluckte Fremdkörper
– Stress
– Magen-Darm-Parasiten
– verdorbene Futtermittel
– Futtermittelallergien
– Medikamente
– Giftpflanzen
– Chemikalien
– Tumoren
– schwere Infektions- oder Organkrankheiten, z.B. Bauchspeicheldrüsenentzündung
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Gastritiden bei älteren Hunden werden häufig durch Niereninsuffizienz hervorgerufen. Harnpflichtige Stoffe werden dabei wegen mangelhafter Entgiftungsfunktion der Nieren durch die Magenschleimhaut abgegeben und führen dort zu Entzündungen.
Chronische Gastritiden können auch durch Parasiten ausgelöst werden, häufig ist die Ursache aber unklar und man spricht von einer idiopathischen Gastritis. Man nimmt an, dass eventuell Überreaktionen des Immunsystem verantwortlich sein können. Bei einigen Hunderassen treten chronische Magenschleimhautentzündungen gehäuft auf.
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Schneegastritis
Bei Hunden mit empfindlichem Magen, wenn große Mengen Schnee aufgenommen werden, oder der Schnee Verunreinigungen enthält, kann der Magen mit einer Schleimhautentzündung reagieren.
Eine solche Schneegastritis äußert sich meistens in Erbrechen, bei manchen Hunden kann auch Durchfall auftreten. Bei besonders starken Reizungen der Schleimhäute können im Erbrochenen oder im Kot auch Blutspuren sichtbar sein.
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Gastroenteritis / akute Magen-Darmentzündung beim Hund

Bei der Gastroenteritis handelt es sich um eine parallel auftretende Entzündung des Magens und des Darmes.Die Symptomatik einer Gastroenteritis umfasst die Symptomatiken einer akuten Darm- und Magenentzündung.
Erbrechen und Durchfall sind die dominierenden Symptome. Oftmals startet die Erkrankung mit Erbrechen, das unabhängig von der Futter- und Nahrungsaufnahme ausgelöst wird. Erst danach ist es davon abhängig. Appetitlosigkeit setzt ein, der Hund verweigert vielfach die Nahrungs-, nicht aber die Wasseraufnahme. In diesem Fall kommt es eher selten zu Würgebewegungen, wobei dann mit Blut versetzter Schleim aufgewürgt werden kann.
Der Durchfall setzt in der Regel nach dem Erbrechen ein, was bei infektionsbedingten Gastroenteritiden der Fall ist, da der Erreger zuerst in den Magen, danach erst in den Darm gelangt. Die Konsistenz des Durchfalls kann von wässrigem oder schwarzem über schleimigen Kot bis hin zu mit frischem Blut versetztem Kot variieren.
Daneben treten wegen des Blut-, Wasser- und Elektrolytverlustes Störungen des Kreislaufsystems auf. Die Gefahr der Dehydratation (Austrocknung mit Symptomen wie trockener Mundschleimhaut mit zähflüssig geringem Speichel über schwachen Puls bis hin zu Zusammenbrüchen) besteht, weswegen Gastroenteritiden unter Umständen kritisch sein können, insbesondere wenn sie einen chronischen Verlauf annehmen. Das Allgemeinbefinden des Hundes ist nur in sehr schweren Fällen gestört. Zittern, Speicheln und selten Fieber vervollständigen das Symptombild.
Unter Umständen zeigt der Hund Grasfressen. Diese Erkrankung wird durch Viren, Bakterien oder Vergiftungen verursacht. Verdorbene Nahrung oder Flüssigkeit sowie die Aufnahme der Exkremente von Artgenossen kommen vielfach als Auslöser der Gastroenteritis in Frage.
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IBD/Inflammatory bowel desease / chronische Darmentzündung beim Hund

Wird auch oft wie beim Menschen als Morbus Crohn bezeichnet.
Immer häufiger wird bei Hunden eine chronische Darmentzündung wie IBD (Inflammatory Bowel Disease) diagnostiziert.
Damit wird eine heterogene (von verschiedener Herkunft) Gruppe von Erkrankungen zusammengefasst, die sich durch mindestens vier Wochen anhaltende, gastrointestinale klinische Symptome wie chronisches Erbrechen und/oder Diarrhö unbekannter Genese auszeichnen.
Bei  der IBD kann Magen, Dünndarm, Dickdarm und regionale Lymphknoten entzündet sein. Häufig sind verschiedene Abschnitte gleichzeitig von einer diskontinuierlichen Entzündung betroffen.
Oft wirken mehrere Faktoren gemeinsam als Auslöser der IBD.
– Veranlagung: bestimmte Rassen, wie zum Beispiel Boxer oder Schäferhund leiden häufiger unter IBD
– Überempfindlichkeit bzw. Unverträglichkeit verschiedenster Futterinhaltsstoffe
– eine Fehlbesiedlung der Darmbakterien
– Stress
Alle Faktoren können einen IBD-Schub auslösen (Inflammatory Bowel Disease, wie der Krankheitskomplex im Englischen genannt wird.
Zu Deutsch: Syndrom des Entzündeten Darmes).
Meistens verläuft die Erkrankung zu Beginn milde und wird von längeren symptomfreien Intervallen begleitet. Allerdings werden die Beschwerden mit der Zeit häufiger und heftiger und treten oft zusammen mit Leber- und Bauchspeicheldrüsenentzündungen auf.
Meist leidet der Hund unter äußerst schmerzhaften Bauchkrämpfen und Blähungen. Neben Erbrechen kann es auch zu einem Gewichtsverlust kommen. Zu Beginn eines Schubes steigt die Häufigkeit des Kotabsatzes. Der Kot wird weicher und dünner. Es kommt dann vermehrt zu schleimig-blutigen Durchfall.
Die meist hochgradig gestörte Darmbarriere führt zu weiteren Entzündungen. Hohes Fieber während eines akuten Schubes kann auf einen lebensbedrohlichen Zustand hinweisen.
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Inappetenz / Appetitlosigkeit beim Hund

Appetitlosigkeit (Inappetenz) beim Hund kann die unterschiedlichsten Ursachen haben. Was genau hinter der Fressunlust steckt, sollte so schnell wie möglich geklärt werden.
Appetitlosigkeit bei Hunden gehört zu den häufigsten Begleiterscheinungen verschiedener Erkrankungen und ist deshalb sehr ernst zu nehmen.
Appetitlosigkeit bei Hunden kann auch ein Anzeichen für Schmerzen oder Verdauungsstörungen sein. Zahnprobleme können zur vollständigen Nahrungsverweigerung führen und sollten so schnell wie möglich behandelt werden.
Magen-Darm-Erkrankungen, Vergiftungen oder verschluckte Fremdkörper können ebenfalls damit einhergehen, dass der Hund nicht fressen will und werden meist von anderen Symptomen begleitet.
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Meteorismus / Blähungen beim Hund

Blähungen beim Hund sind in erster Linie ein Symptom und keine eigenständige Erkrankung. Das heißt nicht, dass sie als solche immer harmlose Ursachen haben. Im Zweifelsfall müssen die Ursachen ständig wiederkehrender Blähungen abgeklärt werden.
Blähungen – tiermedizinisch auch als Flatulenz genannt – bezeichnen einen Überschuss an Darmgasen, die sich teilweise nur schwer aus dem Darm lösen, manchmal kommt es dabei sogar zu kolikartigen Schmerzen. Man erkennt Blähungen an Darmgeräuschen, die mit einer entsprechenden Geruchsbildung verbunden sind. Meist sind Magen und Darm aufgebläht und fest beim Ertasten. Ursächlich für diese überschüssigen Darmgase können Verdauungsprobleme jeglicher Art sein. Oft sind diese ernährungsbedingt.
Es kommen allerdings auch ernstere organische Ursachen für das Symptom in Frage. Neben den bereits beschriebenen Symptomen, findet man oft einen sehr unruhigen Hund vor, der gern seine Liegeposition ändert, besonders wenn er eine Kolik hat. Hunde mit Blähungen leiden vielfach zusätzlich unter Aufstoßen, ähnlich dem menschlichen Sodbrennen.
Rassen mit kurzen, platten Schnauzen wie Boxer, Bulldoggen, Möpse und Shi Tzu neigen beim schlingenden Fressen verstärkt zum Luftschlucken. Als Folge treten Blähungen auf.
Bei organischen Ursachen für die Flatulenz kann auch die Farbe des Kots verändert sein. So sind z. B. bei Fehlfunktionen der Bauchspeicheldrüse Fettstühle und eine Farbveränderung hin zu hellbraun nicht selten. Auch Durchfall kann auftreten.
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Ursachen können sein:
  • Futterverwertungsstörung aufgrund von falschen Nahrungsmitteln
    Was die Ernährung angeht, kommt Futter als Ursache in Frage, mit dessen Verdauung ein Hundedarm regelmäßig überfordert ist. Blähungen sind als solche immer Zeichen für eine Futterverwertungsstörung, bei der nicht richtig verdaute Bestandteile der Nahrung erst im Enddarm von den dort ansässigen Bakterienstämmen zersetzt werden, die dafür eigentlich nicht zuständig sind.
    Geruch und Gasbildung lassen dies deutlich erkennen. Milchprodukte, Hülsenfrüchte, Fett, Zucker, rohes Fleisch ohne Gewöhnung – all dies sind typische Auslöser für Blähungen.
    Ähnliches gilt bei empfindlichen Hunden bei sehr kaltem Futter, dem immer noch weit verbreiteten 1 x täglich Füttern oder einer plötzlichen Futterumstellung.
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  • Fertigfutter
    Obwohl Hunde prinzipiell heute bereits als Allesfresser betrachtet werden, ist auch der große Anteil an Getreide in vielen Fertigfuttern nicht immer unumstritten. Viele Hunde vertragen das viele Getreide auf Dauer nicht.
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  • Futterunverträglichkeiten & Futterallergie
    Individuelle Futterunverträglichkeiten bis hin zur Futterallergie sind ebenfalls potentielle Auslöser der Flatulenz.
  • Bewegungsmangel
    Eine sehr einfache, aber dennoch oft unterschätzte Ursache ist Bewegungsmangel beim Hund. Der Hundedarm braucht die regelmäßige Stimulation durch Bewegung mehrfach am Tag.
    Typische Couch-Hunde müssen mit Verdauungsstörungen wie Blähungen rechnen. Auch alte Hunde, die nicht mehr sehr beweglich sind, haben oft mit Formen der Flatulenz zu kämpfen.
    Ähnliches gilt bei Verletzungen des Bewegungsapparates und ähnliches, die das Tier in die Ruhe zwingen.
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  • Erkrankungen der Verdauungsorgane
    Ernstere organische Ursachen der Flatulenz sind Erkrankungen von Verdauungsorganen.
    In Betracht kommt beispielsweise eine Funktionseinschränkung der Bauchspeicheldrüse, etwa durch fehlende Freigabe von Verdauungsenzymen. Auch Darmerkrankungen von einer Infektion, über Parasitenbefall bis hin zu Tumorerkrankungen sind denkbar.
    Man sollte bei plötzlich auftretenden Blähungen auch an einen Darmverschluss denken (Ikterus), was in eine lebensgefährliche Situation einmünden kann. Zu Darmverschlüssen kann es schnell kommen, wenn der Hund einen Gegenstand verschluckt, der unverdaulich ist.
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Obstipation / Verstopfung beim Hund

Eine Verstopfung (Obstiation) beim Hund kann viele Ursachen haben und unterschiedliche Symptome aufweisen.
Wenn der Hund drückt, jault, sich im Kreis dreht und wieder drückt. Wenn der Hund beim Kot absetzen öfter vergeblich pressen muss, leidet er vermutlich unter Verstopfung.
Diese Verdauungsstörung kann dabei die unterschiedlichsten Ursachen haben. Angefangen bei falscher Ernährung, Fremdkörper im Magen-Darmbereich, über zu wenig Bewegung bis hin zu gesundheitlichen Erkrankungen (z.B. des Stoffwechsels).
Auch können Verstopfungen psychisch bedingt sein, etwa wenn sich der Tagesablauf Ihres treuen Freundes schlagartig ändert. Das kann schnell auf den Magen schlagen.
Die meisten Symptome erledigen sich innerhalb von ein paar Tagen von selbst. Eine Dauerverstopfung kann aber zu einer bleibenden Überdehnung des Dickdarms führen und große Schmerzen verursachen.
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Parasitosen / endogene Parasiten beim Hund

Würmer sind weit verbreitete innere Parasiten – innere Parasiten werden auch endogene Parasiten genannt. Fast jeder Hund macht mindestens einmal in seinem Leben Bekanntschaft mit dem einen oder anderen Wurm, der seinem Besitzer auffällt.
Die verschiedenen Wurmarten befallen verschiedene Körperregionen und Organe. Dabei kommt es auf das Entwicklungsstadium des betreffenden Wurms an.
Regelmäßig schlüpfen die Parasiten aus Eiern aus und machen verschiedene Entwicklungsstufen bis zum erwachsenen Tier durch.
Endogene Parasiten ernähren sich von ihrem Wirt und leben in sowie auf Kosten von dem Wirtsorganismus. Sie entziehen dem Wirtsorganismus Nährstoffe, Blut und Energie.
Würmer sind selten kurzfristig lebensbedrohlich, aber langfristig schwächen sie den Organismus und belasten den Hund sehr. Das gilt besonders für Welpen und Jungtiere, bei denen Wurminfektionen zur Auszehrung und auch zum Tod führen können.
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Würmer und Wurmeier gelangen auf verschiedene Weise in den Organismus des Hundes:
  • Sie werden über die Schnauze und durch Futter aufgenommen, zum Beispiel durch Lecken an fremdem Kot, durch die Aufnahme von Aas, das Fressen kleiner Beutetiere wie Mäuse oder durch die Fütterung von rohem Fleisch.
  • Auch Flöhe können Würmer übertragen. Diese Übertragungswege gelten meist für Bandwürmer, die sehr intensiv Zwischenwirte besiedeln.
  • Würmer werden außerdem vom Muttertier auf noch ungeborene Welpen übertragen, weil die durch den Organismus wandernden verschiedenen Entwicklungsformen der Würmer irgendwann auch die Gebärmutter erreichen. Dies gilt besonders für Spul- und Hakenwürmer.
  • Hakenwürmer nehmen den Weg über die Haut des Hundes.
  • Bestimmte Wurmarten wie der südländische Herzwurm werden von Mücken übertragen.
Im Wesentlichen sind beim Hund Bandwürmer, Spul-, Herz-, und Hakenwürmer vertreten.

 

Endogene Parasiten I ( Band-, Spul-, Herz- und Hakenwürmer)

Bandwürmer Hund
Bandwürmer (Zestoden) – besiedeln zunächst den Darm, um dann in andere Organe vorzudringen. Charakteristisch für Bandwürmer ist der gegliederte Körper der erwachsenen Tiere, die außerdem einen Kopf mit Saugnäpfen aufweisen. Bandwürmer durchlaufen zwei Entwicklungsstadien als Larven.
Das 2. Larvenstadium ist ansteckend. Ist ein Hund von einem Bandwurm befallen, scheidet er öfter Glieder des Wurms aus.
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Rundwürmer Hund
Rundwürmer (Nemathelminthen) – zu ihnen gehören die weit verbreiteten Spulwürmer. Spulwürmer durchlaufen vier Larvenstadien.
Oft nisten sie sich im Lungenbereich an und lösen Husten sowie allergieähnliche Symptome aus.
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Herzwürmer Hund
Herzwürmer gehören als Nematoden zur großen Familie der Nemathelminthen. Herzwürmer lösen die sogenannte Dirofilariose (Herzwurmerkrankung) aus.
Vertreten sind sie in Südeuropa und werden von Mücken übertragen. Sie schädigen die Lungenarterien, was das Herz ebenfalls angreift. Es kommt unter anderem zur Herzinsuffizienz.
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Hackenwürmer Hund
Hakenwürmer (Ancylostomatidose) sind ziemlich kleine Würmer von 3 mm bis 18 mm Länge, wobei die Weibchen größer als die Männchen sind. Der Wurm verfügt über eine kräftige Mundkapsel, die zahnartige Strukturen enthält. Mit diesen beißt er die Darmzotten ab, um das Blut seines Wirtes zu saugen.
Bei Hunden sind zwei Arten von Bedeutung. Uncinariastenocephala und Ancylostomacaninum. Beim Menschen kommt A. ceylanicum vor. Alle Hakenwürmer können vom Tier auf den Menschen übertragen werden und zählen somit zur Zoonose.
Wurminfektionen verursachen eine Reihe mehr oder minder allgemeiner Symptome, die recht unspezifisch sind.
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Bei einem Hund mit Wurminfektion können folgende Beschwerden und Verhaltensweisen auftreten:
– kann geschwächt und apathisch wirken
– Afterzwang, also durch quälenden Juckreiz am After mit dem Hinterteil „Schlittenfahren“
– blutiger Durchfall
– häufiges Erbrechen
– Darmverschluss (Illeus)
– chronischer Husten
– Blutarmut
– Reizungen der Haut und Ekzeme
– kann stark abmagern
– ständig aufgeblähter Bauch (besonders Welpen)
– chronische Entzündungen im Darm und anderen Organen
– bei Herzwürmen Unregelmäßigkeiten beim Herzschlag
– bei schwerem Wurmbefall kann sich eine Gelbsucht entwickeln und der Hund scheidet dunkelbraunen Harn aus
Bei Bandwurmbefall werden oft reiskornähnliche Wurmglieder mit dem Kot ausgeschieden.
Wurminfektionen sind heimtückisch, weil sie oft nicht erkannt werden und lange Zeit kaum Symptome aufweisen.
Wurmbefall kann durch Blut- und Kotuntersuchungen nachgewiesen werden. Dabei sind oft mehrere Kotanalysen notwendig, weil nicht zu jedem Zeitpunkt Eier ausgeschieden werden. Wurmeier sind nur unter dem Mikroskop erkennbar.
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Endogene Parasiten II (Einzeller – parasitäre Protozoen)

Protozoen sind tierische Einzeller, einige sind harmlos andere dagegen sind lebensgefährlich.
Manche Einzeller die im Darm des Hundes leben lassen sich gut mit Medikamenten behandeln andere hingegen sind nur schwer therapierbar.
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Giardiose (Genus Giardia)  Giardien Hund
Die Giardiose wird von den Protozoen des Genus Giardia verursacht, er ist weltweit verbreitet.
Es gibt zwei Arten der Giardiose die aktive Form (Trophozoiten) und die ruhende Form (Zysten). Die Zysten werden über den Hundekot ausgeschieden und können in Kälte und Feuchtigkeit monatelang überleben. Somit ist die Ansteckung für den Hund sehr hoch, besonders in unsauberen Gebieten, aber auch in überfüllten Tierheimen, Zwingern u.s.w.
Der Erreger der Giardiose (Giardia intestinalis) löst Durchfallerkrankungen beim Hund aus. Übertragen wird Giardiose durch Wasser welches mit dem Gardia-Parasiten (in verkapselter Form den Oozysten) belastet ist. Aber auch durch Schmierinfektion kann es zur Giardiose bekommen.
Welpen/Junghunde die einen länger andauernden Durchfall (schleimig) haben sind sehr oft befallen von Giardiose.
Die Giardiose ist auch für Menschen ansteckend.
Diese Erkrankung ist auch auf Menschen übertragbar!
Es kann auch der Fall eintreten das sich die Giardien in den Gallengängen einnisten, damit sind sie für die Medikamente unerreichbar und die Hunde werden zu Dauerausscheider (d.h. diese Hunde müssen in regelmäßigen Abständen behandelt werden).
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Kokzidiose (Isospora canis) Kokzidien Hund
Kokzidien sind Protozoen die einen wässrigen Durchfall beim Hund hervorrufen und der besonders für neugeborene Welpen gefährlich ist.
Kokzidien sind anpassungsfähige Parasiten die Welpen erst bei Stress und Unsauberkeit krank machen.
Die Ansteckung erfolgt beim Hund über das Fressen von kleinen Nagetieren die mit Kokzidien infiziert sind oder über Hundekot der mit Kokzidieneier versetzt ist.
Bleibt die Kokzidiose Erkrankung bei Welpen und Junghunden unbehandelt können Entwicklungsstörungen des Hundes die Folge sein.
Werden die Hunde älter lassen die Symptome nach (auch wenn keine Behandlung stattfand), aber die betroffenen Hunde scheiden noch weiter Kokzidieneier mit dem Kot aus.
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Neosporose (Neospora Caninum) Hund
Der Erreger der Neosporose beim Hund ist weltweit vertreten. Mitte der 80er Jahre wurde diese Hundekrankheit das erste Mal in Norwegen als neurologische Erkrankung des Hundes beschrieben.
Ende der 80er Jahre wurde auch in Amerika ein ähnlicher Erreger beim Hund im Gehirn gefunden, den die Ärzte in den USA Neospora Caninum nannten. Erst später stellte sich heraus das die beiden Erreger indentisch sind, sie ähneln der bekannten Toxoplasmose.
Neospora Caninum kann eine neurologische Erkrankung bei Hunden auslösen die sich dann oft in einem Hirnstammsyndrom äußert. Der Erreger Neospora Caninum löst zwar die Schäden im Gehirn und Rückenmark des Hundes aus aber verantwortlich dafür sind am Ende die Entzündungen die durch den Parasiten entstehen.
Dadurch muss nicht unbedingt eine Besserung der Symptome erfolgen, wenn die Parasiten abgetötet sind.
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Es gibt zwei Stadien des Erregers: Bradyzoiten und Tachyzoiten.
Bradyzoiten: entwicklen sich nur im Nervengewebe des Hundes.
Tachyzoiten: sind zu finden in der Haut, Leber und Lungen, im Gehirn, in Pankreas und Rückenmark sowie in der Muskulatur des Skeletts des Hundes.
Hunde mit fortgeschrittenen Lähmungserscheinungen müssen meist am Ende doch eingeschläfert werden. Zur Zeit gibt es noch keine Impfung gegen die Neosporose beim Hund.
Die Neosporose wird durch einen Antikörpertest (der einen erhöhten Antikörpertiter aufweist) im Hundeblut diagnostiziert.
Der Erreger Neospora Caninum wird schon im Mutterleib von der Plazenta auf die ungeborenen Hundewelpen übertragen (transplazentrale Übertragung). Aber nicht bei allen Welpen bricht die Neosporose später auch aus. Manchmal sind mehrere Welpen eines Wurfes betroffen wo die Neosporose ausbricht. Die Hundewelpen sind zu dem Zeitpunkt meist 3 – 6 Wochen alt. Es kommt zu Nervenstörungen, Muskelstörungen, Muskelschmerzen, Muskelabbau, Lahmheiten, Lähmungen der hinteren Gliedmaßen. Schreitet die Neosporose weiter fort sind auch die vorderen Gliedmaße von der Lähmung betroffen.
Bei bereits erwachsene Hunden kommt es zu Schluckbeschwerden, Kopfschiefhaltung, Lähmungserscheinungen des Kiefers, Muskelschwäche, Lungenentzündung, Herzinsuffizienz.
Bei ältere Hunden treten die Krankheitsanzeichen in einer generalisierten Infektion mit ZNS-Beteiligung, Entzündungen der Muskulatur (Polymyositis), Entzündungen der Nervenwurzel (Polyradikulitis) und meist multipler Organbeteiligung, auf.
Vorbeugung:
Dem Hund kein rohes Rindermuskelfleisch und rohe Rinderinnereien verfüttern.
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Toxoplasmose (Toxoplasma gondii)
Die Toxoplasmose wird durch den Protozoen Toxoplasma gondii ausgelöst.
Welpen sind jedoch selten von diesem Erreger betroffen. Im Gegensatz zur Katzentoxoplasmose geht von der Hundetoxoplasmose keine Gefahr für den Menschen (Schwangere) aus.
Hunde scheiden im Gegensatz zu den Katzen keine infektiösen Oozysten mit dem Kot aus. Ist dennoch ein Welpe mit Toxoplasmose infiziert so ist es kein gutes Zeichen für die Aufzuchtbedingungen beim Züchter.
Die Toxoplasmose wird durch einen Antikörpertest (der einen erhöhten Antikörpertiter aufweist) im Hundeblut diagnostiziert.
Bei Welpen und Junghunden kommt es durch Toxoplasmose zu schweren Infektionen, Brechdurchfällen, Husten, eitrigem Nasenfluss, Gelbsucht, Augenerkrankungen, Herzerkrankungen, Gehirnhautentzündung (bei chronischem Verlauf).
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Ursache:
Infektion über rohes Fleisch (Schaf, Schwein, Ziege), über die im Katzenkot enthaltenen Eier.
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Vomitus / Erbrechen beim Hund

Erbrechen bei Hunden ist an sich keine eigenständige Erkrankung. Erbrechen wird auch als Vomitus bezeichnet.
Damit ist das Hochwürgen von halbverdautem Futter, das mit Gallenflüssigkeit vermischt ist, gemeint. Unter Umständen wird nur Gallenflüssigkeit herausgewürgt.
In seltenen Fällen wird Blut erbrochen. Seiner Natur (als Reinigungsfunktion des Körpers) nach ist Erbrechen ein Schutzreflex des Organismus, mit dem Fremdkörper, Parasiten und verdorbenes Futter schnell wieder aus dem Körper ausgeschieden werden.
Oft provozieren Hunde den Vorgang des Erbrechens selbst durch den Verzehr bestimmter Gräser. Hunde ziehen zum Erbrechen die Bauchmuskulatur und das Zwerchfell zusammen. Sie erzeugen damit einen Unterdruck in der Brust sowie einen Überdruck im Bauch, in dem sie die Schnauze und den Kehlkopf geschlossen lassen.
Erbrechen (Vomitus) tritt aber auch als Symptom innerer Krankheiten unterschiedlicher Schwere auf, die zum Teil lebensbedrohend sein können wie z.B. die Magendrehung und Vergiftungen.
Hundehalter sollten daher sehr aufmerksam werden, wenn das Symptom Erbrechen massiv auftritt oder länger als 24 Stunden andauert. Zur Einschätzung der Situation sind weitere auffällige Symptome entscheidend, die das Erbrechen begleiten.
Echte Schockzustände, wie sie bei Vergiftungen und der Magendrehung auftreten, sind ein absolutes Alarmsignal. Erbrechen kostet das Tier viel Kraft, besonders wenn es lang andauernd ist. Außerdem geht es unter Umständen mit einem heftigen Flüssigkeitsverlust einher, der besonders bei Welpen schnell zu einem bedrohlichen Zustand werden kann.
Der Vomitus ist nicht rassespezifisch geprägt. Fast alle Hunde erbrechen ab und an einmal, so dass jeder Hundehalter das Phänomen kennt. Rassespezifisch prädestiniert können bestimmte Grunderkrankungen sein, die von Erbrechen als Symptom begleitet werden.
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Man unterscheidet akutes und chronisches Erbrechen:
– Akutes Erbrechen – sporadischer Vomitus, der weniger als zwei Wochen andauert.
– Chronisches Erbrechen – das Tier erbricht regelmäßig über einen Zeitraum von mehr als zwei Wochen.
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Spontanes, akutes Erbrechen kommt häufig vor:
– Verzehr von verdorbenem Futter
– zu schnellem, schlingendem Fressen
– verschluckten Fremdkörpern
– Vergiftungen
– Futterumstellungen, an die sich das Tier noch nicht gewöhnt hat
– leichten, akuten Magenschleimhautentzündungen
– Stress und Nervosität bei sensiblen Hunden
– Reisekrankheit zum Beispiel beim Autofahren
– Erbrechen als Nebenwirkung von Medikamenten
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Auch Infektionen und Grunderkrankungen führen zu akutem und chronischem Erbrechen:
– Infektion mit Parasiten
– Magenschleimhautentzündungen und Magengeschwüre
– Magen-Darm-Entzündungen verschiedener Genese
– Magendrehung
– Erkrankungen der Leber
– Bauchspeicheldrüsenentzündung
– Diabetes Mellitus
– verschiedene Nierenerkrankungen
– Tumorerkrankungen
– Herzkrankheit
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Vomitus ist nicht gleich Vomitus. Das meist einmalige, vom Hund durch Grasverzehr in Gang gesetzte Erbrechen unterscheidet sich von den massiven Formen, die von reichlich gelber Galle und teilweise auch von Blut begleitet werden.
Letztere Fälle sind regelmäßig als schwerwiegender einzuschätzen. Ernst kann die Lage auch werden, wenn das Tier ständig nur Gallenflüssigkeit und/oder Blut hervorwürgt.
Der Hundehalter muss immer das Gesamtgeschehen und mögliche Begleitsymptome beobachten. So macht sich die lebensbedrohliche Magendrehung etwa zwei Stunden nach Futteraufnahme nicht etwa durch besonders massives Erbrechen bemerkbar: Charakteristisch sind vielmehr ständige Versuche zu erbrechen, die von einem zügig weiter wachsenden Blähbauch und einer zunehmenden Teilnahmelosigkeit des Hundes begleitet werden. All dies mündet schließlich in einen veritablen Schockzustand ein. Ohne Operation stirbt das Tier an der Magendrehung.
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Der Hundehalter sollte folgende Merkmale prüfen, um sich über den Zustand seines Hundes und die Notwendigkeit einer medizinischen Abklärung klar zu werden:
  • Geruch des Erbrochenen? Prägnanter Geruch lässt eventuell auf Giftverzehr schließen.
  • Wie oft erbricht das Tier?
  • Leidet das Tier unter Dehydrierung (Flüssigkeitsverlust)? Man stellt dies fest, indem man eine Hautfalte am Rücken hochzieht. Schnellt die Haut nicht unverzüglich in den ursprünglichen Zustand zurück, ist bereits ein Flüssigkeitsverlust eingetreten.
  • Zittert oder friert (Schüttelfrost) der Hund, zeigt Schocksymptome wie Teilnahmelosigkeit, ungewöhnliche Koordinationsschwierigkeiten oder andere Auffälligkeiten.
  • Erbricht das Tier Blut oder mehrmals Galle. Zu diesen Fällen zählt auch das sogenannte Kaffeesatzerbrechen, bei dem schwarze Krümel erbrochen werden. Diese entstehen, wenn sich Blut und Salzsäure im Magen verbindet.
  • Hat das Tier erkennbare Schmerzen im Magenbereich.
  • Koterbrechen deutet auf einen lebensbedrohlichen Darmverschluss hin!
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