KRANKHEITSBILDER – Kopf/Gehirn


Kopfschmerz bei Gehirntumor / Wetterfühligkeit beim Hund

Zeigt sich durch Berührungsempfindlichkeit am Kopf und Hals oder in schwereren Fällen in einer Steifhaltung des Nackens. Unter Umständen sind Hunde mit Kopfschmerzen auch apathisch, lichtscheu und ziehen sich in Verstecke zurück.
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Meningismus / Nackensteife beim Hund

Bezeichnet eine schmerzhafte Bewegungseinschränkung oder Bewegungsunfähigkeit der Halswirbelsäule. Dies wird durch eine reflektorische Anspannung hervorgerufen, um wichtige Strukturen des Rückenmarks und des Gehirns zu schützen.
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Myositis eosinophilica / Eosinophile Muskelentzündung beim Hund

Ist eine Autoimmunerkrankung. Die Kau- und Schläfenmuskulatur ist von schubweisen Verhärtungen, Schwellungen, Schmerzen betroffen, Futteraufnahme ist gestört, öffnen des Fanges ist schmerzhaft. Es kommt zu Nickhautvorfall, Augapfelvorfall, geröteten Bindehäuten und die Blutgefäße sind gestaut. Im fortgeschrittenen Stadium erheblicher Muskelschwund.
Besonders häufig beim Deutschen Schäferhund.
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Sonnenstich beim Hund

Infolge einer lang andauernden direkten Sonneneinstrahlung auf Kopf und Nacken heizt sich die Hirnhaut regelrecht auf. Verantwortlich dafür ist der langwellige, infrarote Strahlungsanteil des Sonnenlichts. Diese Wärmestrahlung kann die Haut und den Schädelknochen durchdringen und so zu einer Irritation des Hirngewebes führen. Es kommt dadurch zu einer Entzündungsreaktion im Gehirn.
Symptome sind insbesondere Übelkeit, Erbrechen, Schwindel, erhöhter Puls und ein steifer Nacken.
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Überhitzung / Hitzschlag

Zu einem Hitzschlag kommt es, wenn der Hund hohen Temperaturen ausgesetzt ist und die überschüssige Wärme nicht schnell genug abgeben kann.  Eine hohe Luftfeuchtigkeit erschwert die Wärmeabgabe zusätzlich und steigert das Hitzschlagrisiko. Beim Hitzschlag steigt die Körpertemperatur auf über 40°C, der Hund dehydriert (trocknet aus) und entwickelt in Folge ein Hirnödem.
Ab 40°C Körpertemperatur bekommt der Hund massive Kreislaufbeschwerden. Über 42°C Körpertemperatur besteht bereits akute Lebensgefahr!
Hunde haben nicht nur ein dichtes Fell, sie können am Körper nicht schwitzen um sich dadurch abzukühlen. Die wenigen Schweißdrüsen an den Pfoten reichen zur Thermoregulation in der Regel nicht aus. Hunde regulieren ihre Körpertemperatur bei Hitze durch Hecheln. Dabei atmen sie sehr schnell und flach, bis zu hundertmal schneller als bei normaler Atmung. Durch den Wasserverlust über die Atemluft wird Wärme abgegeben.
Symptome einer Überhitzung sind
starkes Hecheln, Unruhe, weit heraushängende Zunge, der Hund sucht unruhig nach einer Möglichkeit ins Kühle zu kommen. Gelingt dies nicht, kommt es zu einem Hitzschlag.
Hitzschlag Symptome sind
schnelle flache Atmung, starker Speichelfluss, hochrote Schleimhäute, Taumeln, Herzrasen, Erbrechen, Durchfall, Teilnahmslosigkeit, Körpertemperatur >40°C dies führt in weiterer Folge zum Kreislaufkollaps bzw. Schock mit Krämpfen, Zittern, blassen und trockenen Schleimhäuten, Bewusstlosigkeit, Koma.
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Vertigo / Schwindel beim Hund

Bei viral-bedingte Entzündungen des Gleichgewichtsnervs, Störungen des zentralen vestibulären Systems, Erkrankungen der Augen, Erkrankungen des Kreislaufsystems z.B. Herzrhythmusstörungen, Erkrankungen des Muskelapparates und des peripheren Nervensystems = Polyneuropathie.
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Zerebrale Dysfunktion beim Hund

Geringfügige Funktionsstörungen des Gehirns mit Bewegungsstörungen.
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Zerebralsklerose / Verkalkungen der Hirngefäße beim Hund

Ist eine Arterienverkalkung (Arteriosklerose), die die Gefäße im Gehirn betrifft. Die Symptome können sein: Persönlichkeitsveränderungen, Schwindel, Kopfschmerzen.
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