Gefahren im Frühling!

 

März


Mit den zunehmenden Temperaturen und Sonnenschein wächst sowohl bei uns als auch bei unseren Hunden die Freude an Outdoor-Aktivitäten! Der Frühling lockt aber nicht nur mit angenehmen Temperaturen und unwiderstehlichen Düften, sondern auch mit einigen Gefahren für unsere Hunde.

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Vorsicht giftig!

Achten Sie im Frühjahr auf giftige Pflanzen. Hierzu gehören fast alle Frühjahrsblüher.

Viele Frühlingsblumen, die jetzt im Garten unsere Augen erfreuen, sind für Hunde giftig. So ist z.B. die Tulpe mit Giften versehen, die bei Hunden zu Reizungen der Schleimhäute führen. Auch Osterglocken sind giftig und führen zu Krämpfen und Herzrhythmusstörungen. Maiglöckchen sind typische Frühlingsboten, sollten aber keinesfalls einem Hund ins Maul geraten, auch sie sind sehr giftig. Im Garten ist auch der Rhododendron eine Gefahr für die Tiere. Diese Pflanze ist hochgiftig und kann bei Hunden zu Erbrechen, Übelkeit und Kreislaufbeschwerden führen. Der immergrüne Buchsbaum kann zu Vergiftungen mit Erbrechen, Durchfall und Krämpfen führen. Die Thuja wird auch sehr oft als Gartenpflanze genutzt, jedoch enthält diese Pflanze ein sehr giftiges Öl.
Vor allem Welpen und junge Hunde kauen gerne auf Pflanzen.

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Langsamer Konditionsaufbau

Wenn sich Ihr Hund im Winter weniger bewegt hat, überanstrengen Sie ihn jetzt nicht.
Der Bewegungsdrang, den Hunde im Frühling verspüren, hat auch seine Schattenseiten. Gerade jetzt kann es leicht zu Verletzungen kommen, vor allem bei älteren Tieren.
Aufgrund der mangelnden Kondition sind sie besonders anfällig, sich beim übermütigen Wälzen und Herumtollen zu überanstrengen oder sich Verletzungen des Bewegungsapparates wie Zerrungen, Dehnungen oder Verrenkungen zuzuziehen.
Hundehalter sollten deshalb darauf achten, dass sich ihr Vierbeiner nicht übermäßig belastet, sondern seine Kondition über einen längeren Zeitraum Schritt für Schritt ausbauen.

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Heiße Frühlingstage

Kreislauf und Körpertemperatur unserer Hunde reagiert sehr sensibel, da sie am Körper nicht schwitzen können. Sie regulieren ihre Körpertemperatur über das Hecheln und über die Pfoten.
Nach dem kalten Winter braucht auch der hundliche Organismus ein bisschen Zeit, um sich auf die warme Jahreszeit einzustellen.
Besonders auf ältere und kranke Tiere sollte man spezielle Rücksicht nehmen.
Hunde dürfen bei solchen Temperaturen unter keinen Umständen im Auto zurückgelassen werden. Innerhalb weniger Minuten wird das Wageninnere so heiß, dass die Vierbeiner kollabieren und sterben können.
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Für Hunde wird es im Auto schon bei mehr als 15°C Außentemperatur schnell zu heiß!
Daher gilt besondere Vorsicht nicht nur an den richtig heißen Tagen des Jahres.

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Das große Krabbeln und Summen

Ob Regenwurm, Spinne, Fliege, Hummel oder Wespe, ab sofort sind jede Menge Insekten unterwegs. Das birgt gerade auch für unerfahrene Welpen und Junghunde zahlreiche Gefahren.
Denn so ein Stich von einer Biene oder Wespe ist nicht nur sehr schmerzhaft für Hunde, manche Vierbeiner reagieren auch allergisch. Innerhalb weniger Minuten schwillt die Einstichstelle um ein Vielfaches an.
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Hat der Hund das Insekt in der Schnauze oder sogar runtergeschluckt, besteht die Gefahr, dass er erstickt. Dann ist Eile geboten, denn hier kann nur noch der Tierarzt helfen.
Damit Ihr Hund gar nicht erst in eine solche Lage kommt, sollte das schnappen nach Fliegen (egal ob Stubenfliege oder Wespe) von Anfang an verboten werden.
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Schneckenkorn

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Irreführende Werbung kostet Hundeleben!
Nimmt ein Hund Schneckenkorn auf, führt dies zu einem lebensbedrohlichen Notfall.
Wie stark das Schneckenkorn giftig für den Hund wirkt, hängt dabei wesentlich von der aufgenommenen Menge ab.
Vor allem Welpen sind durch Schneckenkorn in großer Gefahr! Ihre Neugier und alles in das Maul zu nehmen sowie ihr geringes Körpergewicht im Verhältnis zur aufgenommenen Giftmenge gefährden sie besonders.
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Dabei ist der Verkauf von Schneckenkorn mit der Werbeaussage als – harmlos für Haustiere – grob irreführend. Diese Aussage ist höchstens bei sachgerechter Anwendung und großflächiger Verteilung auf Agrarflächen haltbar. Wenn der Hund durch eine Unachtsamkeit im Garten das hochkonzentrierte Schneckengift aufnimmt, besteht höchste Lebensgefahr.

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WARNUNG:
Schneckenkorn wird nicht nur in Hausgärten, sondern auch in grösseren Mengen in der Landwirtschaft verwendet.
So streuen Landwirte das Gift in einem etwa ein Meter dicken Ring z.B. um ihre Zuckerrübenfelder. Das soll als Barriere für Schnecken dienen, aber leider auch verführerisch für Hunde. Schneckenkorn schmeckt süßlich und ist für unsere Hunde nicht (!) abschreckend.
Es wirkt auch, wenn der Hund nach dem Spaziergang seine Pfoten abgeleckt und dabei zwischen den Zehen eingetretenes Schneckenkorn aufnimmt. Es genügt aber auch wenn der Hund durch bereits aufgelöste Giftkörner läuft und sich danach die Pfoten ableckt.
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Schneckenkorn enthält je nach Hersteller unterschiedliche Giftstoffe! 
Metaldehyd
Verätzte und gereizte Schleimhäute in Maul-, Speiseröhre und besonders im Magen. Starken Schmerzen, Speicheln, Übelkeit, blutigem Erbrechen und evtl. Durchfall. Hohes Fieber kann auftreten. Es kommt zu Krampfanfällen, Zittern, erweiterten Pupillen und schließlich zum Koma. Der Tod tritt nach 15 Minuten bis 24 Stunden durch Atemlähmung oder Kreislaufkollaps ein. Überlebt das Tier besteht die Gefahr von bleibenden Nieren- und Leberschäden.
Gegengift (Antidot) für Metaldehyd gibt es nicht!
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Methiocarb
Symptome treten bereits 1 – 2 Stunden nach Giftaufnahme auf. Speicheln, Atemgeräusche, Lähmung der Atemmuskulatur, Lungenödem, Atemnot, enge Pupillen, Zittern, Schwitzen, steifer Gang, Lähmungen, Erbrechen, Koliken, Durchfall, unkontrollierter Harnabsatz, langsamer Herzschlag, Angst, Unruhe, Krämpfe, und schliesslich Koma.
Gegenmittel (Antidot): Atropin
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Eisen- III- Phosphat 
Die Schnecken ziehen sich angeblich nach Aufnahme von Eisen- III -Phosphat in Ihre Verstecke zurück und sterben dort. Es soll sich im Erdreich zersetzten.
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Anmerkung
Bei Verdacht muss sofort medizinische Hilfe erfolgen. Eine Vergiftung mit Schneckenkorn zeigt je nach Dosis erste Symptome bereits nach 30 bis 60 Minuten. Es besteht extreme Lebensgefahr. Besonders für Welpen!

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Pestizide

Es werden jetzt wieder auf allen Feldern Pestizide aller Art gespritzt.
Besonders giftig scheinen die Spritzmittel zu sein, die bei Rübenäcker verwendet werden. Manchmal kann man es sogar riechen.
Und wenn das Unkraut bzw. der Wegrand gelb wird, sollte man seinen Hund dort weder Gras fressen noch aus einer Pfütze trinken lassen. Dies sollte ohnehin kein Hund tun, egal wo!
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Man setzt Pestizide ein, weil sie giftig sind!
Sie unterscheiden sich lediglich in ihrer Wirkweise: so ist das eine giftig bei Kontakt, das andere erst bei der Aufnahme über den Mund, die meisten wirken über die Luft beim Einatmen.
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Pestizide haben auch eine Giftwirkung auf den Menschen.
Sie sind akut giftig und können durch längeres Ausdampfen auch eine chronische Vergiftung verursachen.
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Alle Pestizide sind Nerven- und Hirnschädigend.
Die häufigsten Symptome sind Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Erbrechen, Zittern der Glieder, Beklemmungsgefühle, Probleme mit dem Blutdruck und langfristig Probleme mit der Konzentration und ständige Müdigkeit.
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Hier eine Übersicht der wichtigsten: 

– Pflanzenschutzmittel
– Pflanzenbehandlungsmittel

– Insektenvernichtungsmittel

– Schädlingsbekämpfungsmittel 
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Biozide=           tötet alles Lebende
Insektizide=     tötet Insekten 

Fungizide=       tötet Pilze 
Molluskizide=  tötet Schnecken 
Rodentizide=   tötet Nager 
Akarizide=        tötet Spinnen und Milben 
Herbizide=       tötet „Un“-Kraut-Pflanzen
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Symptome:
Meist kommen die Symptome sehr schnell. Betroffene Hunde bekommen starke Magenkrämpfe. Auch starker Durchfall, der sogar blutig werden kann, Erbrechen (ebenfalls auch mit Blut), allgemeine Schwäche, Mattigkeit und Lustlosigkeit kann auftreten.
Apathie und Atemnot kann ebenfalls vorkommen. Wenn die Schleimhäute blass werden, ist das ein Hinweis auf Kreislaufschwäche. Es kann zu Lähmungen, Kreislaufkollaps und Bewusstlosigkeit kommen – von den Spätfolgen, wie Leber- und Nierenschäden ganz zu schweigen.

 


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Blaukorn

Blaukorn (bzw. Blaudünger) und ähnliche Dünger wie Gelbkorn und Rotkorn sind Kunstdünger der Agrarchemie in reinster Form.
Diese Dünger werden zwar nicht als Gift produziert, sind aber dennoch ab einer gewissen Dosis definitiv toxisch.
Die Hersteller von Agrarchemie sagen: Richtig angewendet, hochgradig verdünnt und über die Äcker und Gärten fein verteilt – sei Blaukorn für Haustiere harmlos. Blaukorn ist also deshalb kein Gift, weil es nicht als Gift hergestellt und eingesetzt wird. Doch ist es deshalb ungiftig? Diese Frage muss mit einem klaren – Nein – beantwortet werden! Die Nitrate im Blaukorn, das sind die Salze der Salpetersäure, sind in höherer Dosis sehr wohl giftig und dies obwohl Blaukorn nicht für den Einsatz als Gift gedacht ist.
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Wie giftig ist Blaukorn für Hunde?

Diese Frage stellen sich viele Hundehalter und Hobbygärtner. Wenn ein Hund Blaukorn, z. B. in Wasser gelöst aus einer Pfütze am Feldrand aufnimmt, kann es für ihn lebensgefährlich werden. Auf die aufgenommene Dosis kommt es an. Bei einer hohen Dosis würde der Hund ohne lebensrettende medizinische Maßnahmen sehr wahrscheinlich sterben oder schwerste Schäden davon tragen. Welpen und Kleinhunde sind besonders gefährdet! Blaukorn kann auch in bereits, durch Regenwasser angelöster Form, leicht an den Pfoten anhaften und später vom Hund aufgeleckt werden.
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Symptome:
Speicheln, Erbrechen, blutiger Durchfall, Krämpfe, Kreislaufprobleme, Atemnot.
Es besteht höchste Lebensgefahr!

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Saatgut

Bitte verhindern Sie, dass Ihr Hund am Wegrand liegendes Saatgut wie z.B. Maiskörner oder Kartoffelknollen usw., aufnimmt!
Als sogenannte Saatgutbeizung bezeichnet man in der Landwirtschaft (sowie in der Forstwirtschaft, Landschafts- und Gartenbau) die Behandlung von Saat- und Pflanzgut mit Pflanzenschutzmitteln, um die Saat gegen Pilzbefall und vor Schädlingen zu schützen.
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Getreidesaatgut wird mit Fungiziden gebeizt. Mais, Zuckerrüben und Raps werden noch zusätzlich mit Insektiziden behandelt.

Beizmittel haben normalerweise eine systemische Wirkung, d.h. der Wirkstoff wird mit dem Saftstrom auch in die neuen Pflanzenteile transportiert. Neben Mais-, Getreide- und Rapssaatgut werden auch Kartoffelknollen gebeizt.
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Auffällige Färbung
Getreide- und Maissaatgut werden gegen Vogelfraß auffällig gefärbt und um auch die versehentliche Verwendung als Futter oder zu Nahrungszwecken zu verhindern!
Auch hier kommt wie bei anderen Pflanzenschutzmitteln z.B. Schneckenkorn, unter anderem ein Nervengift (das zu Muskelkrämpfen bis hin zu Atemlähmung führen kann) zum Einsatz.
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Leptospirose – der Tod aus der Pfütze

Der Ursprung für Leptospirose-Infektionen sind überwiegend Mäuse, Ratten und Rinder, über deren Urin große Mengen an diesen Bakterien ausgeschieden werden. Im Wasser können Leptospiren wochenlang am Leben bleiben, nur durch Austrocknung sterben sie ab.
Die Bedeutung für den Hundehalter liegt in Spaziergängen im warmen Frühjahr, Sommer und Herbst. Durch häufige Regenfälle bilden sich flache Pfützen auf den Feldwegen.
Durch warme Temperaturen erwärmen sich die kleinen Wasserstellen, so dass die Leptospiren ideale Bedingungen zur Vermehrung haben. Gerade entlang von Feldwegen befinden sich jede Menge Mauselöcher mit Mäusen darin, über deren Urin die Bakterien in die Pfützen gelangen.
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Durst bringt viele Hunde dazu, während eines Spazierganges aus diesen Pfützen zu trinken. Abgesehen von möglichen Rückständen an Dünger und Pflanzenchemikalien ( vor allem im Frühjahr), lauert nun auch die Gefahr der Leptospiren dort.
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Daher immer eine Flasche (mit ausklappbaren Trinkteil) Wasser mitnehmen, denn fast jeder Hund nimmt gerne mal einen Schluck aus Pfützen, Gräben, Tümpeln oder Ähnlichem.

Siehe auch Artikel:
SOOO HEISSS!!!

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Leptospirose oder Stuttgarter Hundeseuche
Die meisten Hundebesitzer kennen diese Krankheit nur als Namen im üblichen Fünf- oder Sechsfachimpfstoff für Hunde.
Und doch kostet diese Infektionskrankheit vielen Hunden (besonders Welpen) das Leben, gegen die man sie geschützt glaubte!
Leptospiren  können nicht nur durch kleine Verletzungen der Haut ( oder Mundschleimhaut ), sondern sogar durch die unversehrte Haut in den Körper gelangen.
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Nun stirbt nicht gleich jeder Hund, der aus einer Pfütze trinkt, da die Magensäure den Erreger abtötet.
Aber über kleine Verletzungen im Maulbereich können Erreger eindringen. Und da sollte man bei Welpen an den Zahnwechsel denken, der für viele offene Stellen in der Schleimhaut sorgt.
Dabei können die Leptospiren in die Blutbahn eindringen und sich vermehren. Es kommt zur Zerstörung der roten Blutkörperchen und es werden vorwiegend die Nieren befallen, aber auch die Leber und andere Gewebe. Die Organe werden unwiderruflich geschädigt.
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Symptome
Fieber, Brechdurchfall und Gelbsucht. Am Ende kommt es zu Nierenversagen.
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Der Impfstoff
Impfstoffe gegen bakterielle Erreger sind viel schwieriger herzustellen als gegen Viren, und bei den Leptospiren handelt es sich um eine Gruppe von Bakterien ( wie auch die Borreliose).
Der Schutz dieser nebenwirkungsträchtigsten Impfung hält lediglich für ca. 6-8 Monate vor und schützt nur gegen 2 (!) (Leptospira icterohaemorrhagiae und Leptospira canicola) der insgesamt 200 krankheitsauslösenden Leptospiren-Arten!
Die bekannten Leptospirose Fälle der letzten Jahre sind laut dem veterinärmedizinischen Labor Laboklin ausnahmslos nicht von L. canicola verursacht (!), sondern z.B. von L. interrogans, L. bratislava, L. pomona, grippotyphosa usw.

Siehe auch Artikel:

Der Impf-Wahnsinn

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Fazit
Jeder Hundebesitzer sollte seinem Hund zuliebe – und auch im eigenen Interesse – alles unternehmen, um seinen Hund davor zu schützen. Pfützen sollten Tabu sein! Die tödlichen Gefahren, die darin lauern können, kann man nicht sehen.

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Schädlingsbekämpfung

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Ganz abgesehen von gefährlichen und tödlichen Giften, die für die Bekämpfung von Mäusen und Ratten verwendet werden.
Ratten- und Mäusegift kann auch Hunden das Leben kosten.
Sei es der Fall, dass der Hund das Gift direkt aufnimmt oder vielleicht eine vergiftete Maus oder Ratte (kann auch vom Nachbargrundstück oder z.B. nahegelegenen Feldern, Wohnsiedlungen, Supermärkten, Schrebergartenanlagen usw., kommen) frisst.
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Auch auf landwirtschaftlichen Nutzflächen wie z.B. bei Silage-Fahrsilos werden Giftköder großflächig zur Bekämpfung von Mäusen ausgebracht!
Es besteht höchste Lebensgefahr!
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Gefahr durch Schnecken

Schnecken sind nicht nur ärgerlich bei der Gartenpflege, sie können auch gefährlich für unsere Hunde werden. Sie können Lungenwürmer auf den Hund übertragen und zwar nicht nur, wenn der Vierbeiner sie frisst.
In einer Studie wurde von britischen Biologen nachgewiesen, was für lange Wege Schnecken trotz langsamen Tempos innerhalb kürzester Zeitspannen zurücklegen. Das kann unseren Hunden gefährlich werden, denn die Schnecken hinterlassen beim Kriechen eine Schleimspur, die die Verbreitung gefährlicher Hundeparasiten begünstigt.
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In England, das vor einigen Jahrzehnten noch frei von Lungenwürmern war, hat sich der Parasit dank der Schnecken nun weit nach Norden verbreitet – wahrscheinlich wird er bald auch in Schottland ankommen. Forscher des Royal Veterinary College in London warnen vor einer Ausbreitung der Würmer. Auch in Süd- und Mitteldeutschland sind Hunde-Lungenwürmer bereits weit verbreitet.
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Dazu gehören zurzeit hauptsächlich Bereiche im Südwesten Deutschlands. Vermeiden Sie in stark befallenen Gebieten auch, dass Ihr Hund Gras, andere Pflanzen oder gar Schnecken frisst. Auch am Boden lecken sollte er nicht. Suchen Sie bei ungeklärter Lungensymptomatik außerdem möglichst rasch einen Tierarzt auf.
Der Wurm, den die Schnecken auf Hunde übertragen können, heißt Angiostrongylus vasorum und wurde früher auch Französischer Herzwurm genannt, weil er in Frankreich entdeckt wurde. Schnecken dienen für die Würmer als Zwischenwirte. Frisst der Vierbeiner ein infiziertes Kriechtier oder gerät mit ihrem Schleim in Kontakt, kann er sich dadurch mit Würmern infizieren.
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Lungenwürmer setzen sich in Luftröhre, Bronchien und Lungenbläschen und teilweise sogar in den großen Herz- und Lungengefäßen ihrer Wirte fest. Je nach Befall verursachen die Parasiten leichte Hustenanfälle bis hin zu Atemnot, Herzschwäche, Blutungsneigung und Kreislaufversagen. Unbehandelt kann die Erkrankung sogar zum Tod des Hundes führen.

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Brutsaison
von Wasservögeln

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Wenn Sie mit Ihrem Hund an einen See fahren, achten Sie bitte darauf, dass er keine Entenküken jagt.
Oft ist es an Seen und in Grünanlagen auch ausgeschildert, wann die Brutsaison für bestimmte Vogelarten ist.

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Erhöhte Aufsichtspflicht ab 1. April

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Abgesehen davon gilt für Hundehalter während der Brut- und Setzzeit vom 1. April bis zum 15. Juli eine gesteigerte Aufsichtspflicht.
In dieser Zeit brüten viele Wildvögel; Säuger bringen ihre Jungtiere im Frühjahr zur Welt. Daher gibt es regional unterschiedliche Auflagen und Bestimmungen darüber, wo Hunde während dieser Zeit nicht frei laufen dürfen.
Informieren Sie sich über die Vorschriften, die in Ihrer Region oder Bundesland gelten.

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Hundekot auf landwirtschaftlichen Flächen

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Bitte vermeiden Sie das ewige Streitthema
Hundekot auf Wiesen verursacht Fehlgeburten bei Kühen!
Neospora caninum, ein einzelliger Parasit (aus der Gruppe der Kokzidien), welcher Ursache für eine hohe Abortrate und Kälbersterblichkeit in landwirtschaftlichen Betrieben ist, soll nach Aussagen von Landwirten und Bauernverbänden durch Hundekot auf Kühe übertragen werden.

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Der Hundekot auf Wiesen und Weiden ist nicht (!) die Ursache für Kälbersterblichkeit – die Parasitenverbreitung erfolgt im Kuhstall.
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Lassen Sie ihren Hund trotzdem nicht frei über landwirtschaftlich genutzte Felder und Wiesen laufen vor allem nicht von April bis Oktober.
Hunde sollen frei laufen können, es muss dafür aber Spielregeln geben. Bleiben Sie mit Ihrem Hund auf dem Feldweg oder am Wiesenrand.

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Sollte der Hund dennoch in der Wiese oder Weide koten, sollte dieser vom Hundebesitzer mit einem entsprechenden Plastikbeutel sofort entfernt werden. Die Kühe werden es Ihnen danken!
Auch Hundebesitzer können mithelfen, dass Kühe sauberes, und hygienisch einwandfreies Futter von den Äckern, und Wiesen bekommen.
Hundebesitzer sollten den ewigen Anfeindungen mit vorbildlichen Verhalten begegnen und damit den teils falsch informierten und aufgehetzten Landwirten den Wind aus den Segeln nehmen.

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Siehe auch Artikel
Die unsinnige Panikmache der Bauernverbände!

Anmerkung

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In einer vom Friedrich-Loeffler-Institut durchgeführten Studie wurden nur bei 7 (!) von rund 25.000 untersuchten privat gehaltener Hunden Neospora caninum-Oozysten (Neospora caninum ist ein einzelliger Parasit aus der Gruppe der Kokzidien) im Kot nachgewiesen.
Die Ursache dafür kann darin liegen, dass diese Hunde im Gegensatz zu Hofhunden nur selten Zugang zu infiziertem Gewebe haben, also weder rohes Fleisch noch beispielsweise Nachgeburten von Kühen fressen.
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Ein Hund muss durch eine Kuh erst infiziert werden, nur dann besteht die Möglichkeit, dass der Hund Erreger ausscheidet, die wiederum Kühe infizieren könnten!
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…damit es ein schöner Frühling wird. 

 


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